Focus

#DPK18 inkl. #Impulse18

Vision wird Wirklichkeit

Bild: Microsoft/Alex Schelbert

Drei Tage mit packenden Vorträgen, spannenden Diskussionen und intensiven Gesprächen, voll Inspiration und Aufbruchsstimmung – das war die #DPK18 inkl. #Impulse18 in Leipzig. Mit dem Fokus auf Künstliche Intelligenz bewies Microsoft einmal mehr ein sicheres Gespür für die wichtigen Themen der Zukunft und zeigte gleichzeitig die Möglichkeiten der Umsetzung in die Realität auf.

Mehr als 100 Sessions, 180 Redner, über 50 Aussteller und Showcases sowie mehr als 2.500 Teilnehmer machten die #DPK18 zum bislang größten deutschen Microsoft-Partnerevent. Unter dem Motto „The new intelligence“ waren zudem am dritten Tag zur #Impulse18 erstmals auch Kunden eingeladen, sich neben fachlichem Wissen auch Anregungen zu holen, wie sie ihr Unternehmen für die Zukunft aufstellen, optimal auf ihre Kunden zugeschnittene Lösungen und Services entwickeln und diese gemeinsam mit Microsoft im Markt platzieren beziehungsweise in ihrem Unternehmen umsetzen.

Passend zum Veranstaltungsthema drehte sich bereits in der Eröffnungsveranstaltung alles um das zentrale Thema „Künstliche Intelligenz“ (KI). Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von -Microsoft Deutschland, begrüßte – begleitet von Moderator Daniel Bröckerhoff – die Partner und eröffnete den KI-Diskurs mit Blick auf gesellschaftliche Dimension, Ängste, Risiken und ethische Fragen mit den hochkarätigen Diskussionsgästen Alissia Quaintance, Unternehmerin & Digital Innovation Strategist bei IQ Gemini, und Fabian Westerheide, -Managing Partner Asgard – human VC for AI. „Das große Missverständnis in der Debatte ist, dass Intelligenz und Bewusstsein manchmal verschmelzen“, so Alissia -Quaintance. Und gerade hier müsse man -tatsächlich einen Unterschied machen. Sie forderte für die gesellschaftliche Herangehensweise in Deutschland an KI eine kollektive Story, wie jeder Bürger an der Entwicklung durch die Künstliche Intelligenz profitieren kann. Westerheide ordnete KI als wichtigste Technologie des Jahrhunderts ein, die alle betreffen wird, und forderte in diesem Zuge mehr Energie in der Politik, in Unternehmen, im Journalismus und in der -Gesellschaft: „Technologie ist nicht unser Feind, sondern eigentlich ein Werkzeug, dass wir benutzen sollten. Und ich würde gerne wieder an einer noch besseren Zukunft arbeiten.“

 

KI in der praktischen Umsetzung

Wie die Microsoft-Partner das Thema „Künstliche Intelligenz“ bewerten, verdeutlichte eine Twitter-Umfrage während der Keynote: Über 90 Prozent gaben an, dass diese für sie auf jeden Fall relevant ist, und 69 Prozent sehen in ihr eindeutig die Zukunft. Dass KI auch heute schon mehr als eine Vision ist, sondern echte Anwendungen darauf fußen, zeigten drei interessante Showcases.
Dr. Christina Kratsch, Data Science Consultant bei der Comma Soft AG, erklärte, wie im Rahmen des Projekts „Fast Genomics“ Künstliche Intelligenz bei der Genomforschung hilft, die riesigen Datenmengen cloudbasiert zu analysieren. Winzer Steffen Zelt und Bernhard Disselhoff von Microsoft führten vor, wie bei SmartVine Drohnen im Weinberg dabei helfen, Faktoren wie Wetter, Feuchte oder Reife zu erkennen und die Effizienz beim Anbau zu steigern. Des Weiteren konnte sich das Auditorium davon ein Bild machen, wie Chatbots die Logistik bei Bertelsmann optimieren. Auf der Bühne machte Arvatos Roboterdame L.I.S.A. Künstliche Intelligenz live erlebbar. 
Diese Beispiele verdeutlichten die Stärke des Partnernetzwerks von Microsoft. Sebastian Grassl, Go-To-Market Lead Microsoft, konstatierte: „Wir haben 30.000 Partner, die 30.000 unterschiedliche Dinge tun – und das finde ich sehr motivierend.“ Es gebe unendlich viele Möglichkeiten, aktiv zu werden. Ebenso gebe es die unterschiedlichsten Partnertypen, die sich auf ihre Weise dem Thema annehmen.
Sabine Bendiek hielt abschließend noch einmal fest: „Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, wäre es – bei allem Wissen um die Verantwortung und die Gefahren –, dass wir es in Deutschland schaffen, eben auch die Möglichkeiten nicht aus den Augen zu verlieren.“ Zudem forderte sie die Partner auf, bei der vorgestellten Microsoft-Kampagne „Make Your Wish“ als Wunscherfüller mitzumachen.

Geschäftspotenziale identifizieren

Die #DPK18 vermittelte aber nicht nur Visionen, sondern auch handfeste Tipps für das eigene Business. Gregor Bieler, General Manager One Commercial Partner Organisation bei Microsoft Deutschland, nutzte den Beginn des zweiten Tags dazu, die Geschäftspotenziale Künstlicher Intelligenz zu beleuchten. „Sie ist nicht nur für uns die Zukunftstechnologie Nummer eins, sondern auch für unsere Partner.“ Die Chancen dahinter untermauerte er mit einer Prognose des McKinsey Global Institutes (MGI), wonach KI das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) bis 2030 um durchschnittlich 1,2 Prozentpunkte pro Jahr steigern kann. Insgesamt sei laut McKinsey mit Künstlicher Intelligenz bis 2030 ein zusätzlicher globaler Wertschöpfungsbeitrag in Höhe von 13 Billionen US-Dollar möglich.
Diesem Marktpotenzial ordnete Gregor Bieler die enorme Bedeutung von IT und IT-Dienstleistern für Endkunden zu. Dabei kommt der Partnerschaft mit Microsoft eine enorme Bedeutung zu. Während Microsoft seinen Partnern Technologien und die Plattform dafür bereitstellt, damit diese erfolgreich Geschäft bei ihren Kunden generieren können, entfallen wiederum 92 Prozent des Microsoft-Umsatzes auf das Partnergeschäft. 
Um die Partner auch in Zukunft bestmöglich unterstützen zu können, hat sich -Microsoft im vergangenen Jahr mit der Gründung der One Commercial Partner Organisation neu aufgestellt. Nach einem Jahr der Einführung ist nun die Zeit gekommen, dies in gemeinsamen Geschäftserfolg umzumünzen. Dabei maß Gregor Bieler dem Netzwerk bei der gemeinsamen Wertschöpfung enorme Bedeutung bei: „Liebe Partner, Sie sind das Wertvollste, was wir haben."

Bild: Microsoft/Alex Schelbert (5)
Gregor Bieler, General Manager One Commercial Partner Organisation bei ­Microsoft Deutschland,  betonte die Bedeutung des Partnernetzwerks.

Perspektivwechsel für neue Impulse

Einen neuen Blickwinkel auf das Thema „The new intelligence“ eröffnete die #Impulse18 am dritten Tag: Erstmals waren hierzu auch Kunden eingeladen, um gemeinsam mit Partnern das Thema aus Entscheiderperspektive zu beleuchten. „Künstliche Intelligenz braucht die Vorstellungskraft des Menschen, erst dann kommt die Technologie dahinter“, leitete Sabine Bendiek in der Imagine-Keynote ein. Und ihre Gastredner zeigten eindrucksvoll, was menschliche Vorstellungskraft bewirken kann: Zum Beispiel Casimir Ortlieb, Co-Founder und CEO e.GO Digital, der Mobilität neu und ganzheitlich denkt. Oder Achim Berg, Präsident des Digitalverbands BITKOM, der eindringlich aufrief, dass wir das Thema Digitalisierung gemeinsam mit der Politik jetzt anfassen müssen und dass wir Geschwindigkeit aufnehmen müssen, um Vorreiter zu bleiben. Denn aktuell beschäftigten sich nur 23 Prozent aktiv mit der Zukunft – erschreckende 32 Prozent gäben an, dass sie keine Zeit hätten, sich mit der Zukunft zu beschäftigen. Das Thema von Sascha Pallenberg, Head of Digital Content Daimler, waren die digitale Transformation und moderne Arbeitswelten. Spitzfindig illustriert an seinem eigenen Beispiel: „Wie kann es sein, dass er 10.000 Kilometer weit weg ist und Einfluss auf unsere Unternehmenskommunikation haben soll?“, fragten sich viele in der Konzernzentrale in Sindelfingen, als der in Taiwan lebende Pallenberg seine Rolle antrat. Arbeit sei heute so individuell, wie die Menschen sind, resümiert er. Wenn jeder Lust hat zu arbeiten, und zwar dort, wo er es am besten kann, macht es die Menschen produktiver, effizienter und kreativer. Schließlich stellte Architekt und Autor Van Bo Le-Mentzel die steile These auf, dass in 50 Jahren kein Material mehr zum Wohnen benötigt wird. Den Bogen zu Sabine Bendieks Einstiegsworten schlug dann noch einmal Jean-Philippe Courtois, Executive Vice President Microsoft, und zeigte auf, wie künstliche Intelligenz als Verstärker menschlicher Innovationskraft dient und mit welchen Technologien Microsoft hier unterstützt.
Während an den ersten beiden Tagen über 70 Themen-Keynotes und Sessions das Motto „The new intelligence“ vertieften, demonstrierten am dritten Tag namhafte Unternehmen ihre Ansätze. So zeigten Deutsche Post DHL Group, Flughafen Hamburg, Osram, Viessmann, Carl Zeiss oder auch der Bürgermeister von Bad Hersfeld, wie sie digitale Geschäftsmodelle vorantreiben und die Herausforderungen der modernen Arbeitswelt meistern.

Bild: Microsoft/Alex Schelbert (3)
Jean-Philippe Courtois, Executive Vice President and President Microsoft Global Sales, Marketing and Operations, zeigte auf, wie KI menschliche Innovationskraft verstärkt und wie Microsoft-Technologien hier unterstützen.

Jede Menge Anregungen und gute Beispiele

Darüber hinaus konnten die Besucher des Microsoft-Events jede Menge Kostproben der Künstlichen Intelligenz in der Experience World in der Glashalle der Leipziger Messe unmittelbar erleben. Mehr als 50 Aussteller und Showcases zeigten ihre Lösungen für eine bessere Zukunft – für eine Welt der intelligenten, vernetzten Dinge, die sich an die Bedürfnisse ihrer Nutzer anpassen. VIVAI Software aus Dortmund hat sich zum Beispiel dem Thema gewidmet, wie ältere Menschen möglichst lange selbstständig in ihrem eigenen Zuhause leben können. Die Lösung ist die mit Sensoren und KI ausgestattete „Smart Service Power (SSP)“-Wohnung, die in Zukunft über Sensoren automatisch erkennt, ob ein Bewohner gestürzt ist und Hilfe geholt werden muss. Ein intelligenter Sprachassistent erinnert außerdem ans Trinken und stellt sogar den Herd automatisch ab. Um den Erhalt städtischer Infrastruktur ging es bei einem anderen spannenden Szenario: Ein Teil des rund 570.000 Kilometer langen deutschen Kanalnetzes ist mehr als 100 Jahre alt. Um Sanierungsmaßnahmen effizient planen zu können, brauchen Städte und Kommunen zuverlässige Daten über den Zustand. Dabei hilft die cloudbasierte Kanalinspektionslösung e.SIC.

Bild: Microsoft/Alex Schelbert (4)
Achim Berg, Präsident des Digitalverbands BITKOM, rief dazu auf, das Thema Digitalisierung jetzt gemeinsam mit der Politik anzugehen, um weiterhin Vorreiter zu bleiben.


Verschiedene Themen-Touren zu Artificial Intelligence, dem intelligenten Tag oder dem intelligenten Arbeitsplatz, führten die Besucher gezielt durch die Ausstellung.
Darüber hinaus war der Austausch der Partner mit Microsoft, aber auch untereinander zentraler Bestandteil der Veranstaltung. So eröffnete die Connect Lounge jede Menge Gelegenheit zum Netzwerken. Wer es sportlich angehen wollte, hatte im Ninja-Parcours die Gelegenheit dazu. Und auch die obligatorische Abendveranstaltung #Celebrate18 bot dazu – neben kulinarischen und musikalischen Köstlichkeiten – ausgiebige Möglichkeiten.

Jetzt Termin für nächstes Jahr vormerken: 22./23. Oktober 2019 in Frankfurt.