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Microsoft Headquarter Deutschland

„Hier zählt die Begegnung“

BIld: Udo Schönewald (2)

Mit dem neuen Deutschland-Headquarter in München hat Microsoft für Furore gesorgt. Das neue Arbeitskonzept, das hier umgesetzt wurde, gilt als Leuchtturmprojekt. Medien und Besuchergruppen zeigen sich interessiert und besuchen den neuen Standort. Was Microsoft-Partner und Besucher in den Räumlichkeiten in München-Schwabing erwartet, zeigt Microsoft Experience Manager Kay Mantzel bei einer Erkundungstour.

Hell, groß, lebendig – das ist der erste Eindruck beim Betreten der Eingangshalle. Die großzügige Architektur und das viele Glas vermitteln Offenheit. Durch die Fensterscheiben eröffnet sich der Blick in die Arbeits- und Meeting-Bereiche. Das macht Microsoft greifbarer. Während wir auf Kay Mantzel warten, fällt unser Augenmerk unweigerlich auf die großen, von der Decke hängenden, digitalen Panels. Bilder, Zahlen und Fakten rund um Microsoft und Ankündigungen rollieren dynamisch durch. Auf einem der Panels erscheint die digitale Visitenkarte unseres Gastgebers und gleich darauf begrüßt er uns auch in echt. Natürlich sind die Riesen-Screens gleich unser erstes Thema.

Bild: Microsoft/Alex Schelbert
Kay Mantzel, Experience Manager bei Microsoft Deutschland

Kay Mantzel erklärt uns die Bespielbarkeit der eigentlich „Digital Chandeliers“ (digitale Kronleuchter) genannten Panels, die von den Bauarbeitern liebevoll lautmalerisch in „Chantals“ umbenannt wurden. Er führt uns zu einem Device in der Halle, ein Blick in die Kamera, kurz bestätigen und schon laufen unsere Köpfe zusammen mit zahllosen weiteren über die Screens – unser Eintrag im digitalen Gästebuch, der nun 14 Tage lang in zufälliger Reihenfolge immer wieder zwischendurch erscheinen wird. „Das verdeutlicht unser Anliegen“, erklärt Kay Mantzel. „Microsoft ist ein Technologiekonzern, der in diesem Gebäude ein Gesicht bekommt. Hier zählt die Begegnung von Menschen.“ Er zeigt auf Grüppchen, die in der Halle verteilt auf Podesten oder an Tischen und Desks zusammensitzen, im gemeinsamen Gespräch, mal mit Device, mal mit einer Tasse Kaffee – locker, einladend. Kay Mantzel: „Das Atrium ist als Treffpunkt konzipiert, frei zugänglich für jedermann. In der angeschlossenen Digital Eatery gibt es Getränke und Snacks. Und alle in der Eingangshalle ausgestellten Devices sind zum Anfassen und Ausprobieren da. Übrigens: Täglich ab 13 Uhr ist auch die Microsoft-­Kantine für Externe geöffnet.“

BIld: Udo Schönewald (5)

 

Zwischen Teeküchen und Arbeitszonen

Wir folgen dem Experience Manager durch die Halle, hinauf in den ersten Stock, durch eine 200 Quadratmeter große Ausstellungsfläche, die im Vergleich zur riesigen Eingangshalle fast schon klein wirkt. Unser Weg führt uns in einen der sogenannten Social Hubs. So heißen hier die Teeküchen – mit Lounge-Ecken für Gespräche zwischendurch –, die auf beiden Seiten des Atriums über alle Stockwerke verteilt und wie Emporen zum Innenraum geöffnet sind. Von hier aus verschaffen wir uns einen Überblick. Leicht möglich, bei so viel Transparenz. „Insgesamt hat das Gebäude 2.800 Fenster und eine Glasfläche von rund 12.000 Quadratmetern“, erläutert Kay Mantzel und zeigt uns, wo die Meeting-Räume liegen und wo die verschiedenen Abteilungen ihre Arbeitsbereiche haben. Es sollen kurze Wege sein, zwischen Rückzugsorten für hochkonzentrierte Alleinarbeit, Schreibtischen für Aufgaben, die erledigt werden müssen, Zonen für kreativen Austausch und spontane Treffen und Räumen für abstimmungsintensive Zusammenarbeit im Team. „Die erste Erfahrung zeigt, dass die Mitarbeiter die Einteilung der Arbeitsbereiche und das angenehme Arbeitsklima sehr schätzen“, sagt Kay Mantzel.

Bild: Microsoft Bodo Mertoglu

Moderne Meetingkultur

67 Konferenzräume mit insgesamt 673 Arbeits­plätzen bieten genügend Platz für intensiven Austausch. „Theoretisch kann man länger als ein Jahr jede Woche in einem neuen Konferenzraum Kollegen treffen“, beschreibt Kay Mantzel. Wir betreten einen dieser auf verschiedene Gruppengrößen ausgelegten Räume, um uns einen Eindruck zu verschaffen. Große Fenster sorgen für eine helle, freundliche Atmosphäre. Von der vorbeiführenden Autobahn ist nichts zu hören. Im Innenraum schlucken Akustikelemente und Teppichböden den Schall, das erlaubt konzentrierte Meetings. Unser Raum ist mit einem Surface Hub ausgestattet, bereit für gemeinsames Arbeiten oder Videoschaltungen – je nach aktueller Anforderung. Kay Mantzel nutzt die Gelegenheit, ruft eine Stadtansicht von München auf, zoomt auf Schwabing und zeigt uns die Umgebung des Microsoft Headquarters. Die Hoteldichte in der direkten Umgebung ist groß und der öffentliche Nahverkehr gut angebunden. „Neben der Straßenbahn empfiehlt sich vor allem die ­U-Bahn-Haltestelle Nordfriedhof. Von hier aus führt ein Fußweg parallel zum Mittleren Ring unter der Autobahn durch, in die Parkstadt Schwabing. Zudem hält am Nordfriedhof auch alle 20 Minuten der Airport-Bus“, gibt Kay Mantzel als Tipp.

BIld: Udo Schönewald (3)

Unsere Erlebnistour geht weiter: Mit dem Aufzug, in dem auf einem Display stilisiert die Microsoft-Geschichte dargestellt wird, hinauf in den fünften Stock. Dort schauen wir in das hauseigene Kino. Zehn Meter Leinwand und 30 Plätze bieten die Möglichkeit für beeindruckende Präsentationen. Ebenfalls eindrucksvoll sind die 100 bzw. 200 Personen fassenden Konferenzräume im Erdgeschoss, denen wir einen Besuch abstatten, bevor wir in der Digital Eatery unsere Tour beschließen. Wir verabschieden uns und beim Blick zurück leuchten gerade noch mal unsere Bilder im digitalen Gästebuch auf einem der Chandaliers auf. Ein Teil von uns bleibt also noch hier – zumindest die nächsten 14 Tage.