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Microsoft Cloud Deutschland

Fit für die Zukunft

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Die Zeit für Partner ist günstig, Kunden bei der digitalen Transformation ihrer Geschäftsmodelle zu unterstützen. Mit der Microsoft Cloud Deutschland gibt es nun praktisch für alle Ansprüche passende Lösungen.

Doppelt gut: Die volle Innovationskraft der Microsoft Cloud bei gleichzeitiger Kontrolle der ausschließlich in Deutschland gespeicherten Daten – so lassen sich die zentralen Vorteile knapp zusammenfassen, die die Microsoft Cloud Deutschland Partnern und Kunden bietet. Das funktioniert so: Mit T-Systems International kontrolliert ein unabhängiges deutsches Unternehmen als Datentreuhänder jeden Zugang zu Kundendaten. Ohne die Zustimmung und Aufsicht der Tochtergesellschaft der Deutschen Telekom oder des Kunden hat Microsoft keinerlei Zugang zu den Kundendaten. Mit der Verfügbarkeit von Microsoft Azure Deutschland ist die Microsoft Cloud Deutschland im September in den Regelbetrieb übergegangen. Und das ist erst der Anfang: Mit Office 365 und Dynamics 365 werden im ersten Halbjahr 2017 weitere Services verfügbar gemacht. Die Cloud ebnet den Weg für die Transformation aller erdenklichen Businessmodelle in die digitale Zukunft. Sie bietet die Lösungen für viele Fragen, die in den IT-Abteilungen kleiner, mittlerer und großer Unternehmen gestellt werden: Wie erhöhen wir unsere Innovationsgeschwindigkeit, wie steigern wir unsere Agilität und wie passen wir uns noch schneller an die Erfordernisse des Markts an? Wie warten und optimieren wir vorhandene Infrastruktur? Und nicht zuletzt: Wie managen wir das alles und sichern es ab?

Unternehmen, die die Microsoft Cloud Deutschland einsetzen, verbessern ihre Geschäftsprozesse und erweitern ihre Geschäftsmodelle – diese Erkenntnis darf man ­mittlerweile als gesetzt ansehen. Sie begreifen große Datenmengen als Schatz, den sie gezielt nutzen, um ihre Produkte und ­Dienstleistungen vom Wettbewerb abzuheben. Sei es, um im Kontext von Industrie 4.0 Betriebsabläufe zu digitalisieren oder mit ­Predictive Analytics Voraussagen zu treffen. Mit anderen Worten: Die Cloud macht ­Business fit für die Zukunft. Wie das im Detail aussieht, wie Partner von der Microsoft Cloud Deutschland ­profitieren können und wie man Skeptiker mit guten Argumenten von der Cloud überzeugt, lesen Sie im Interview mit Oliver Gürtler, Senior Director der Cloud & ­Enterprise ­Business Group bei ­Microsoft Deutschland.

Herr Gürtler, betrifft die Business-Transformation alle Unternehmen in gleichem Maße?
Ja. Einer Berechnung zufolge werden die wertvollsten Unternehmen der USA, die heute auf der Fortune-500-Liste stehen, im Jahr 2020 nur noch eine durchschnittliche Lebensdauer von zwölf Jahren haben. Das bedeutet, dass größere, alteingesessene Unternehmen, die sich der Transformation verschließen, zunehmend von Start-ups wie Uber oder AirBnB abgelöst werden. Die führenden Unternehmen werden jene sein, die heute die Chance nutzen, sich im Zuge der digitalen Transformation vom Wettbewerb abzusetzen.

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Oliver Gürtler, Senior Director der Cloud & Enterprise Business Group bei der Microsoft Deutschland GmbH.


Kleine Unter­nehmen, die sich keine eigene IT-Infrastruktur leisten können, haben mit Microsoft einen starken Partner an der Hand?
Eine Plattform wie Azure bildet Infrastructure as a Service ebenso ab wie Platform as a Service und serverlose Architekturen. Einfache hybride Szenarien machen den Anfang, wenn beispielsweise aufgrund gewachsener Datenvolumen neue Hardware angeschafft werden müsste. Hier bietet Microsoft die Möglichkeit, alle Datensätze, die zum Beispiel älter sind als zehn Jahre, in Azure SQL auszulagern – damit ist das Unternehmen in der Public Cloud. Es muss sich keinen neuen Server kaufen und hat die performancerelevanten Daten weiterhin bei sich liegen. Indem man Cloud as a Service dazukauft, lässt sich also ein bestehendes Szenario ganz einfach erweitern. Der klare Vorteil liegt in der Kostenersparnis.

Sind Kosten das einzige Argument?
Nein. Noch spannender wird es im Bereich Platform as a Service, wie folgendes Beispiel zeigt: thyssenkrupp Elevator hat mit MAX eine Lösung für die vorausschauende Wartung auf Basis von Microsoft Azure entwickelt. In der Vergangenheit fuhren die Servicetechniker in einem festen Rhythmus zum Kunden, um Maschinenteile präventiv zu ersetzen. Der Zeitraum wurde anhand statistischer Daten festgelegt, die vorhersagten, wann welches Teil ungefähr ausfällt. MAX sammelt auf Basis der Microsoft Azure IoT-Dienste in Echtzeit Daten der vernetzten Aufzüge und berechnet die verbleibende Lebensdauer wichtiger Systeme und Komponenten mithilfe von Algorithmen. Informationen über Betriebsgeschwindigkeit und Traglast bis hin zu den Türmechanismen werden über die Cloud geteilt, so dass die Servicetechniker jederzeit eine aktuelle Übersicht über den Zustand des Aufzugs erhalten und ihre Einsätze effizient planen können. Mit der HoloLens sind die Techniker zudem in der Lage, mögliche Probleme frühzeitig zu erkennen, zu visualisieren und Informationen aus der Zentrale über die für die Wartung notwendigen Schritte zu erhalten. Für die Kommunikation zwischen Servicetechnikern und Zentrale nutzt die Anwendung die Skype-App für HoloLens. Das spart nicht nur Zeit und Geld, sondern erhöht auch die Zufriedenheit der Kunden, da die Zuverlässigkeit steigt.

Weil der Techniker bei seinen Vor-Ort-Terminen stets das richtige Teil dabei hat und nicht noch mal einen neuen Termin ausmachen muss?
So ist es. Damit aber die Sensoren die relevanten Daten überhaupt übertragen können, brauchen sie die Cloud. Im Zusammenspiel mit Machine-Learning-Diensten ergibt sich eine interessante Lösung mit Microsoft Azure als Basis.

Was zeichnet die Microsoft Cloud Deutschland denn gegenüber den Wettbewerbern aus?
Unsere Kunden haben die Wahl, die europäischen und weltweiten Rechenzentren von Microsoft zu nutzen, oder – die Besonderheit für deutsche Partner – auf die Microsoft Cloud Deutschland zu setzen. Diese ermöglicht auch besonders datensensiblen Unternehmen mit spezifischen Compliance-Vorgaben den Weg in die Public Cloud. Die Daten werden ausschließlich in georedundanten Rechenzentren in Deutschland gespeichert. Und der Zugang zu den Kundendaten liegt beim Datentreuhänder T-Systems International, einem deutschen Unternehmen, das der deutschen Rechtsordnung unterliegt. Gleichzeitig profitieren die Kunden von den innovativen Diensten und Sicherheitsstandards wie bei allen Microsoft-Rechenzentren weltweit. Wahlfreiheit bietet aber auch die große Breite für Azure zertifzierte Open Source Produkte. Außerdem unterstützen wir die Integration von Drittanwendungen wie SAP Hana und Open Source. Ein weiterer Vorteil für die Partner und Kunden ist die hohe Investitionsbereitschaft von Microsoft. Wir haben jetzt über 100 Rechenzentren weltweit. Diese globale Verfügbarkeit sorgt dafür, dass immer ein Rechenzentrum in der Nähe ist – viele Kunden sehen das als Investitionssicherheit.

Das ist ein sehr wichtiges Thema. Trotzdem sehen viele Partner das Thema Cloud skeptisch. Was sind gute Argumente, Zweifler doch von der Cloud zu überzeugen?
Nach einer Bitkom-Studie sagen 76 Prozent der befragten deutschen Unternehmen, dass sie ihre Daten nur in deutsche Rechenzentren auslagen würden. Die einen müssen ihre Daten in Deutschland speichern – aufgrund von Gesetzgebungen oder Compliance-Regelungen. Die anderen fühlen sich schlicht wohler damit, wenn die Daten in Deutschland bleiben. Beides nehmen wir gleichermaßen ernst, denn wir wollen potenzielle Kunden dort abholen, wo sie ihre Bedürfnisse erfüllt sehen. Verdeutlicht man ihnen, dass Microsoft nun hochskalierend die eigenständige Microsoft Cloud Deutschland bietet, mit einem deutschen Datentreuhänder und deutschem Recht, hören sie sich die Nutzenargumentation vermutlich genauer an.

Man hört doch aber auch oft das Argument: „Ich brauche das nicht, die Daten liegen bei mir, ich habe alles unter Kontrolle!“
Es lohnt sich immer, die Sicherheits­fragen zu stellen. Wie sicher ist denn Ihr Server wirklich? Haben nur die Mitarbeiter Zugriff, die welchen haben sollten? Wie viel Zeit und Geld investieren Sie in die physikalische und virtuelle Sicherheit und wie stellen Sie sicher, dass Sie immer die neuesten Technologien einsetzen? Das mag sehr pauschal wirken, aber in vielen kleinen Unternehmen steht der Server noch immer für jeden zugänglich. Da ist es oft nicht weit her mit der Sicherheit. Eine weitere gute Kontrollfrage lautet: Wie haben Sie denn Ihren letzten IT-Administrator bezüglich Vertrauenswürdigkeit und Datenschutz überprüft? Solche Gespräche helfen, um Vorbehalte gegenüber der Cloud offen zu besprechen und zu reduzieren.

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Sicherheit in der Microsoft Cloud Deutschland: Der Datenaustausch zwischen den beiden deutschen Rechenzentren findet über ein privates, vom Internet getrenntes Netzwerk statt.


Das ist ja genau der Job der Microsoft-Partner. Haben Sie einen konkreten Rat?
Starten Sie einfach Schritt für Schritt. Wenn man von vornherein zu groß denkt, läuft man Gefahr, den Einstieg zu verpassen. Die Herausforderung ist oft, dass ein Kunde digital transformieren will, aber nicht weiß, wie das funktionieren soll. Starten Sie mit einem ersten Schritt, z. B. hybride Szenarien im Windows Server oder SQLServer, die nur Microsoft bieten kann. Das ist zwar noch keine digitale Transformation, aber damit hilft man dem Kunden, die Vorteile der Cloud sukzessive zu nutzen – etwa Kostenersparnis oder Agilität. Im nächsten Schritt kann man darauf aufbauen. Viele unserer Partner bieten digitale Transformations-Workshops an, um zusammen mit dem Kunden herauszufinden, wo Anknüpfungspunkte sind.

Schauen wir nach vorn. Woran messen Sie den Erfolg der Microsoft Cloud Deutschland?
Die Vision ist, dass wir mit der Microsoft Cloud Deutschland den deutschen Kunden und Partnern die nötige Unterstützung bieten, um im Rennen um die digitale Transformation langfristig ganz vorn dabei zu sein.