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Weihnachtsbräuche weltweit

Frohe Weihnachten!

Bild: shutterstock.de/Bozena Fulawka

Fast überall auf der Welt wird Weihnachten gefeiert, dennoch gibt es ganz unterschiedliche Bräuche und Traditionen. Drei Microsoft-Mitarbeiter erzählen, wie das Fest in ihren Heimatländern begangen wird.

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Veganes Weihnachtsessen in Bulgarien 

„In Bulgarien sind viele Menschen orthodoxe Christen. Der 24. Dezember ist der letzte Tag der am 15. November beginnenden Fastenzeit. An diesem Tag versammelt sich die Familie zu einem traditionellen veganen Abendessen. Es gibt zum Beispiel gefüllte Paprika, Krautwickel, eingelegtes Gemüse, Nüsse, Trockenobst und Honig. Vor dem Essen wird vom ältesten Mann ein spezielles rundes Brot gebrochen, in das die älteste Frau im Hause eine Münze eingebacken hat. Das erste Stück wird vor die Hausikone gelegt, das zweite ist für das Haus und der Rest wird unter den Anwesenden verteilt. Wer die Münze findet, wird im nächsten Jahr gesund bleiben und viel Glück haben. Nach Mitternacht ziehen die Koledari, junge Männer in Tracht, singend um die Häuser. Sie sprechen gute Wünsche aus und bekommen kleine Geschenke.“ 

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Herbergssuche in Mexiko 

„Obwohl in es Mexiko viele amerikanische Einflüsse gibt – dort kommt inzwischen auch der Santa Claus –, werden noch immer die alten katholisch-mexikanischen Traditionen gelebt. In den neun Tagen vor Weihnachten gibt es die sogenannten Posadas. Familien und Freunde treffen sich und empfinden die Suche von Maria und Josef nach einer Herberge (Posada) nach. Jeden Tag wird in einem anderen Haus gesungen, gefeiert und viel gelacht. Für die Kinder wird eine sternförmige Piñata aufgehängt, ein Pappmaschee- oder Tongefäß, das mit Früchten, Nüssen oder Süßigkeiten gefüllt ist. Die Kinder versuchen, die Piñata mit verbundenen Augen mit einem Stock zu zerschlagen. Typisch sind auch überall die Weihnachtskrippen. In Deutschland vermisse ich neben meiner Großfamilie vor allem die Tamales, das sind gefüllte Maistaschen. Köstlich!“

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Weihnachtswichtel in Norwegen 

„Weihnachten ist in Norwegen ein absolutes Familienfest, zu dem unsere Familie früher aus allen Landesteilen zusammengekommen ist. Wir Norweger glauben ja an Trolle und Wichtel und so spielt auch an Weihnachten der Julenissen eine wichtige Rolle. Dieser kleine Wichtelmann, der im Haus oder auf dem Hof wohnt, kontrolliert beispielsweise, ob alles für das Fest vorbereitet ist und ob auch ordentlich gefeiert wird. Um ihn gnädig zu stimmen, bekommt er am Weihnachtsvorabend Gebäck und Milch vor die Tür gestellt. Und Achtung! Wenn man das nicht tut, treibt er Schabernack. Der Weihnachtsabend selbst wird von den Kirchenglocken eingeläutet. Nach der Weihnachtsmesse wird gemeinsam gegessen – bei uns gab es meist traditionell Kabeljau. Dann wird in einem großen Kreis um den Weihnachtsbaum herum getanzt und man singt Weihnachtslieder, bevor es Geschenke gibt.“

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Weihnachten weltweit
Griechenland
Am Heiligen Abend ziehen die Kinder mit Trommeln und Glocken durch die Straßen und erhalten kleine Geldgeschenke. Die eigentliche Bescherung findet erst in der Silvesternacht statt.

Großbritannien
Auf der britischen Insel heißt der Weihnachtsmann Father Christmas. Genauso wie sein US-Kollege Santa Claus kommt er in der Nacht auf den 25. Dezember mit dem Rentierschlitten und bringt die Geschenke. Die Bescherung findet also am 25. Dezember statt. Als traditionelles Symbol hängt in Großbritannien ein Mistelzweig im Türrahmen.

Niederlande
Geschenke gibt es in den Niederlanden traditionell am Nikolausabend. Denn dann kommt Sinterklaas (von ihm hat der amerikanische Santa Claus seinen Namen) als Schutzpatron der Seefahrer standesgemäß mit dem Schiff in den niederländischen Hafenstädten an.


Russland
Die russisch-orthodoxen Christen feiern Weihnachten am 7. Januar. Nach Rückgang des Kommunismus gewinnen die alten Traditionen wieder an Bedeutung. Hauptfigur ist Väterchen Frost, der am 31. Dezember Geschenke bringt. 

Spanien
Statt Weihnachtsbaum steht in Spanien die Krippe im Mittelpunkt. Geschenke bekommen die braven Kinder aber erst am Tag der Heiligen Drei Könige (6.1.) – wer böse war, kriegt Kohlen.

USA
Im multikulturellen Amerika treffen die unterschiedlichsten Weihnachtsbräuche aufeinander. Die bedeutendste Integrationsfigur ist Santa Claus, der in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember durch den Kamin kommt und Geschenke bringt. Sein typisches Aussehen hat er übrigens von der Marke Coca-Cola bekommen.