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Windows 10

Neue User Experience

Bild: Microsoft (01)

Das beste Windows, das es je gab – Windows 10 – kommt 2015 auf den Markt. Es wurde geschaffen für unsere veränderten Ansprüche in der Nutzung von Computern, ob bei der Arbeit oder privat. IT-Profis sind eingeladen, schon jetzt die Windows 10 Technical Preview zu testen und über das Windows Insider Programm Feedback zu geben.

Terry Myerson, Executive Vice President Operating System Group der Microsoft Corporation, übertreibt keineswegs, wenn er in seinem Blogpost zur Ankündigung von Windows 10 darauf hinweist, wie grundlegend sich unsere Computernutzung verändert hat, seitdem das erste Windows auf den Markt kam. Heute gibt es mehr Geräte als Menschen. Erreichbarkeit und die Möglichkeit, jederzeit Daten auszutauschen, sind fast so wichtig geworden wie die Luft zum Atmen. Einige der Devices, die dafür genutzt werden, haben ein Vier-Zoll-Display, manche haben 80 Zoll oder auch gar keinen Bildschirm, Stichwort hier Internet der Dinge. Die Vielfalt der Geräte, ihre unterschiedliche Nutzung und Bedienung sind maßgebliche Treiber für ein neues User Interface. Nicht eines, das jedem Anwendungsfall nach Belieben übergestülpt wird, sondern eine ganze Produktfamilie mit einer für jedes Gerät maßgeschneiderten Benutzererfahrung. Das ist Windows 10.

Windows 10 Technical Preview jetzt testen

PC-Experten und IT-Profis sind eingeladen, Microsoft bei der abschließenden Entwicklung des neuen Windows bis zu seiner Markteinführung zu unterstützen. Wer Windows 10 in den nächsten Monaten Schritt für Schritt mitgestalten möchte, sollte sich für das Windows-Insider-Programm registrieren. Dort erhält er die Technical Preview des neuen Betriebssystems zum ausführlichen Testen, außerdem sämtliche Preview-Builds zum frühestmöglichen Zeitpunkt sowie Zugriff auf eine benutzerfreundliche Feedback-App. Sie bildet die Schnittstelle zu den Entwicklern von Microsoft, die sich auf zahlreiche Rückmeldungen zu den Windows-10-Features freuen. Apropos Features: Einige von ihnen stellt Joe Belfiore, Vice President Windows der Micro­soft Corporation, in einer Quick Tour vor, die es als Film zu sehen gibt. Als Beispiel wäre die Rückkehr des vertrauten Windows-Start-Menüs zu nennen. Dieses wartet mit einer wichtigen Neuerung auf, denn es verfügt nun über großzügigen Raum für benutzerdefinierte Lieblings-Apps, Kontakte usw. in Kachelform (Screen 1). Ebenfalls neu ist, dass jetzt alle Anwendungen – Desktop-Apps ebenso wie Apps aus dem Windows Store – in Fenstern laufen. Sie alle verfügen über das vertraute Windows-Handling, etwa mit Minimieren, Maximieren und Schließen über die Titelleiste (Screen 2). Windows 10 ermöglicht es dem Benutzer, mehrere Desktop-Umgebungen auf demselben Gerät anzulegen und sie parallel zu nutzen, zum Beispiel einen Desktop für die Arbeit und einen weiteren für die private PC-Nutzung (Screen 3). Für den schnellen Zugriff auf die Desktops und überhaupt auf alle geöffneten Dateien hat Microsoft den Task-View-Button eingeführt. Und last not least wurden einige Windows-Funktionen smarter gestaltet als bisher. So macht etwa Snap unter Windows 10 von sich aus Vorschläge, welche häufig genutzten Fenster der Benutzer nahtlos aneinanderdocken lassen könnte, um den Platz auf dem Bildschirm optimal auszunutzen.

 

Das Betriebssystem für Unternehmen

Eingehend haben sich die Entwickler von Windows 10 mit den besonderen Anforderungen von Unternehmensanwendern auseinandergesetzt. Jim Alkove, der in seiner Eigenschaft als Leiter des Windows-Enter­prise-Program-Management-Teams der Microsoft Corporation das neue Technical Preview in einem Blogbeitrag vorstellt, ist überzeugt: „Windows 10 wird die großartigste Plattform sein, die wir Unternehmen und ihren Mitarbeitern jemals bereitgestellt haben.“ Dafür spricht der auf Unternehmensansprüche ausgerichtete Sicherheitsstandard hinsichtlich des Identitäts- und Informationsschutzes ebenso wie Vereinfachungen bei System­administration und Deployment. Damit senken Firmen ihre Kosten. Zum Beispiel, indem sie problemlos von Windows 7 oder 8 auf Windows 10 upgraden können. Das zeitraubende Neuaufsetzen von Systemen nach dem Motto „Wipe and Reload“ gehört endgültig der Vergangenheit an.

Stichwort Sicherheit: Bislang bewährt sich BitLocker ganz hervorragend, um Daten vor unberechtigtem Zugriff zu schützen, die an einem bestimmen Ort hinterlegt sind. Sobald die Datei das geschützte Gerät verlässt, entfällt jedoch dieser Schutz. Windows 10 dockt die Sicherheitstechnik sozusagen an die Daten an. Ob Dateien nun von einem Tablet oder Laptop auf ein USB-Laufwerk verschoben werden, ob sie per E-Mail verschickt oder in die Cloud geladen werden, das Sicherheitslevel bleibt stets dasselbe. Unternehmensdaten bleiben geschützt, auch ohne dass sich die Benutzer in eine spezielle, abgeschlossene Umgebung begeben müssen. Damit kommt Microsoft einem ganz wesentlichen Bedürfnis entgegen: Die Mitarbeiter von Unternehmen wollen und müssen heute von überall aus und mit dem Gerät ihrer Wahl auf sensible Daten zugreifen, um produktiv arbeiten zu können. Mit Windows 10 geschieht dies völlig reibungslos und komfortabel. 

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Das Start-Menü ist zurück – jetzt mit einem großzügigen Raum für z. B. benutzerdefinierte Apps, Ordner und Kontakte in Kachelform.

 

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Alle Apps laufen in Fenstern und verfügen damit über das vertraute Windows-Handling wie Minimieren, Maximieren oder Schließen über die Titelleiste.

 

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Mehrere Desktop-Umgebungen auf einem Gerät ermöglichen die Trennung von geschäftlichen und privaten Inhalten.